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Bibbulmun Track Tag 10-12

Tag 10

Die Nacht war warm, ohne Tisch Abendessen ist ungewohnt und Mücken gab es auch.

Hier würde im Frühling ein Fluss fließen, um die Jahreszeit sind es nur schwarze Pfützen die übel riechen. Definitiv nicht trinkbar.

Als ich bei der nächsten Hütte vorbei komme gewittert es heftig und regnet. Witzigerweise zeigt der Wetterbericht für meinen Standort Sonne pur und 28 Grad an…

Ich verpacke alles wasserdicht, außer mich selbst, bin ja nicht aus Zucker und gehe weiter. Es nieselt noch Stunden leicht.

Im Nationalpark kurz vor Pemberton kann man normalerweise auf Bäume klettern, hier war aber selbst Sonntag Mittag alles zu und abgesperrt. Ist wohl jemand zu kräftiges drüber gegangen.

14 Uhr habe ich schon gut Strecke gemacht und esse in Pemberton in einem Kaffee komplett überteuert Mittag. Leider gibt’s hier nicht viel.

Aber wie überall bis auf Deutschland haben die Supermärkte 7 Tage offen und so kann ich Sonntag nachmittags gemütlich Essen für 2 Tage dazu kaufen.

Hier gibt’s auch ein kostenloses Schwimmbad wo ich mich duschen kann und das Handy kurz aufladen. In Australian sind generell überall öffentliche und kostenlose Toiletten, Umkleiden, oft auch Duschen und in jedem Kaffee gab es kostenlos WLAN. Dazu alles sehr sauber und gepflegt. Da fühlt man sich zuhause nicht annähernd so modern.

Am Big Brook Dam habe ich noch einen Balken Internet und da es zuhause Sonntag morgen ist rufe ich da kurz an.

Mein Tagesziel ist nicht mehr weit und theoretisch darf man hier nicht zelten. Da die nächste Hütte aber 23km von der Stadt ist und ich da auch nicht bleiben wollte beschließe ich heute illegal zu zelten. Hier ist auch eine Bank wo ich gemütlich essen kann und ich baue erst nach Dunkelheit auf und bin früh um 6 wieder weg 😅

Geht leider nicht anders.

36,2km

1090m hoch / 1034m runter

Tag 11

Früh bin ich schon vor 6 weg da mein Zeltplatz definitiv verboten war 😅 der Weg ist einfach, es geht auch über private Felder.

Wieder ein Nationalpark.

Hier geht nun theoretisch wieder eine Trail Sperrung wegen Feuer los. Zuerst ignoriere ich das allerdings erstmal da es keinen Weg rundherum gibt, es sind 50km gesperrt und man bräuchte vermutlich einen Tag oder länger per Anhalter.

Erstmal gibt’s hier das Karri Valley Resort neben einem See wo ich baden kann. Ich bin schon 10.30 hier und ab 12 gibt’s Mittag also lade ich mein Handy, quatsche mit einer netten Angestellten und freue mich auf das Essen.

Edel, das erste Mal in Australian das ich am Tisch bedient werde bisher. Wirklich gute Mahlzeit.

Nachdem ich ein paar Stunden hier verbracht habe wird es Zeit mich mit der Sperrung zu befassen. Ich beschließe über Schotterstraßen den direkt Weg zu nehmen.

Hier sieht man gut die verbrannte Seite. Man kann das Feuer noch riechen und spüren, hier ist alles frisch verbrannt. Der Trail ist an den Stellen wo man ihn sieht auch zerstört und unpassierbar. Die Straße ist relativ öde aber mit Musik okay und solange ich ans Ziel komme.

Aus dem Fluss wollte ich eigentlich trinken da ich wegen dem Feuer nicht an Hütten vorbei komme. Puh ungünstig da ich nur 2L für über 30km mitgenommen habe und heute definitiv nicht mehr zum nächsten Wasser komme.

Ich musste also zelten und über Nacht streng Wasser rationieren, nervig. An solchen Nächten hat man immer besonders Durst. Aber es geht und am nächsten Morgen kommt nach 11km eine Toilette mit Wasserhahn.

Hier sieht man in etwa wie ich gehen musste. Der Trail in pink und ich habe die Straßen genommen, war sogar deutlich kürzer aber man sieht nicht viel vom Nationalpark.

38,2km

834m hoch / 866m runter

Tag 12

Die Nacht war trocken in der Kehle. Hier sieht man die Spuren des Feuers. Ich bin sehr zeitig los um endlich was zu trinken zu bekommen.

Nach 11km kommt eine Brücke mit Straße, hier gibt’s Toiletten etc mit Wasser. Ab hier ist auch der Trail wieder offen.

Das ist die originale Brücke von vor 80 Jahren.

Nachdem ich schon um 8 11km hatte und es noch ca 27km zu einem Kaff mit Essen ist beschließe ich durchziehen. Es ist nicht zu warm und im Wald kommt man gut voran.

Nachmittags komme ich nach Donnely River. Hier gibt’s keine Straßen, nur Schotterstraßen, kein Handyempfang und die Tiere existieren mit den Menschen und sind nicht scheu. Ist etwas wie vorletztes Jahrhundert hier.

Immerhin kann ich endlich Kängurus streicheln…

Das ist der General Store. Das Essen hier war richtig gut, Burger und danach Kaffee und Kuchen, man lebt ja nur einmal. Seltsamer Ort trotzdem.

Da eine Nacht im Bunk nur 18€ ist und ich ohnehin allein bin bleibe ich hier. Die Übernachtung ist in einer ehemaligen Grundschule 😅 ich habe den ganzen Tag nur den Angestellten im General Store gesehen sonst ist es hier wie ausgestorben. Der perfekte Ort zum verstecken.

Heute hat es sich echt abgekühlt, vor allem wenn man draußen sitzt ohne sich zu bewegen.

37,6km

865m hoch / 724m runter

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