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Tag 33 – 36 Shelter Cove nach Crater Lake

Tag 33 22,7 Meilen / 36,4 km

Da Shelter Cove aufgrund der Menge an Hikern fast komplett leere Regale hatte war meine Aufgabe zu schauen wer sich Boxen geschickt hat und zuviel Essen hat um denen etwas abzunehmen. Nach gut 3 Stunden hatte ich genug Essen zusammen um mich 3 Tage am Leben zu erhalten. Nicht optimal aber fast komplett kostenlos. Es ging bergauf aber mit super Hintergrund bis zu einem gigantischen See.

Tag 34 33,4 Meilen / 53,4 km

Früh ging es weit hoch mit einer beeindruckenden Kulisse und einem kalten aber sehenswerten Sonnenaufgang. Bei der Kälte braucht man zum Glück kaum Wasser. Nach einem Wasser Speicher für hiker bei dem ich 2L auf Vorrat getrunken habe ging es über 30km ohne Wasser. Ich habe wenig Wasser mitgenommen und versucht bei Durst nur kleine Mengen zu trinken. Alles besser als Wasser tragen. Wenn man nichts hat ist man natürlich immer durstig aber da muss ich nun durch. Abends kommt man dann zu mt Thielsen der eine frische Quelle und top Aussicht zum campen abgibt.

Tag 35 26,8 Meilen / 42,9 km

Früh war es wieder kalt, knapp über dem Gefrierpunkt. Ich habe mich entschlossen noch einen kleinen Umweg über den Bergkam von mt Thielsen zu nehmen um etwas bessere Aussichten zu bekommen. An so klaren und rauchfreien Tagen muss man die Landschaft genießen. Nachmittags dreht der Wind kurz bevor wir in Crater Lake ankommen und man sieht nichts. Crater Lake ist der einzige Nationalpark in Oregon und eines der Highlights des Pacific-Crest-Trail. Der Wetterbericht für früh sieht gut aus also beschließen wir dort zu zelten und hoffen auf einen klaren Sonnenaufgang.

Tag 36 9 Meilen / 14,4 km

Früh heißt es dann um 5 packen. Es ist dunkel und eiskalt. Ist es das wirklich wert? Als ich den Krater erreiche denke ich mir. Ja ist es. Nach einem ausgiebigen Sonnenaufgang und hunderten Fotos vom fast 600m tiefen See der sich in über 2000m Höhe befindet geht’s dann Richtung Mazama Village. Einem Campingplatz mit einem Restaurant und Laden. Hier bleib ich den restlichen Nachmittag um zu entspannen.

Desweiteren ist in Nord Kalifornien aktuell fast 1000km Trail wegen knapp 100 aktiven Feuern gesperrt was heißt das ich in wenigen Tagen ein großes Stück überspringen muss. Das ist natürlich echt schade aber man kann nichts dagegen tun. Eventuell ein paar Umwege gehen oder noch einen anderen Trail ranhängen mal sehen. Ich wollte schon mindestens 4000km laufen damit es sich lohnt. Der Bauchspeck ist immer noch da 🙂

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