Tag 27 11,5 Meilen / 18,4 km
Nachdem ich kurzfristig noch umdisponiert habe Essen für reichlich 4 Tage zu nehmen und den umständlichen aber längeren Weg über Pamelia lake zurück zu nehmen ging es los. Per Anhalter dauert keine 5 min und ich sitze in einem Truck. Immer noch weit über 30 Grad und durch Feuer sehr rauchig . Durch die anhaltende Dürre sind die Seen auch deutlich kleiner, schlammiger und das Wasser warm und nicht ideal zum trinken. Nach einem langen Weg hoch bin ich am südlichen Ende des wegen Feuer gesperrten Gebiets, von hier an ist die Landschaft deutlich besser. Im Hintergrund sieht man Mt Jefferson.
Tag 28 28,9 Meilen / 46,3 km
Durch den Rauch ist die Sonne blutrot und es wird gar nicht richtig hell. Es sieht aus wie auf einem anderen Planeten. Zudem gibt es heute nur 1x Wasser aus einem Tümpel und dann 24km nichts. Das wird lustig mit 35 Grad. Am Ende des Tages kommt man bei einem Jugend Camp vorbei das wegen dem Feuer zurzeit geschlossen hat. Ich nutze das Wasser um mich zu duschen und bekomme von einem Mitarbeiter eine eingepackte Mahlzeit wie sie sonst die Armee benutzt. Nachdem ich 3L Wasser getrunken habe muss ich wieder Wasser bis morgen Nachmittag schleppen. Diesmal über ein Lavafeld…
Tag 29 25 Meilen / 40 km
Es geht also früh durch verbrannten Wald und irgendwann lava. Surreal mit dem Rauch und der Dunkelheit. Nach endloser Trockenheit und viel Sonne kommt endlich eine eiskalte Quelle im Nirgendwo. Es ist so heiß ich muss mich mehrere Stunden in den Schatten legen und durchweg an meine Flasche nuckeln um halbwegs runter zu kommen. Abends kommt dann noch eine Quelle die den Wasserfall mit Wasser versorgt. Dort esse ich genüsslich mein Abendessen um danach noch ein paar Meilen vorwärts zu kommen. Durch die Hitze komme ich nicht mal annähernd an die 30 Meilen/48km. Im Hintergrund sieht man den ganzen Tag die 3 Sister’s Vulkane.
Tag 30 24,9 Meilen / 39, 9 km
Es wird früh mittlerweile kaum vor 6 hell was den Tag deutlich verkürzt, dazu kann man zwischen 12 und 16 Uhr kaum in die Sonne weil es unerträglich ist. Selbst 8-10L Wasser am Tag fühlen sich zu wenig an. Mehr kann ich physikalisch aber nicht trinken. Heute dreht der Wind und es kommt richtig dicker Rauch. Etwas wie am Lagerfeuer sitzen.
Tag 31 24,3 Meilen / 38,9 km
Früh dann die Überraschung, der Himmel ist relativ klar! Nachdem ich wieder mal warmes See Wasser über endlose Berge tragen musste kam dann sogenannte Trail magic. Leute hier ins nirgendwo fahren um hiker mit Essen und trinken zu versorgen. Witziger Zufall, genau an derselben Stelle hatte ich Trail magic vor 3 Jahren, von genau denselben Leuten und es gab genau dasselbe Essen. Desweiteren war ich mit deren Sohn eine Weile auf dem Continental Divide Trail unterwegs. Eine kleine Welt. Heute war ich ambitioniert weit zu laufen aber nach 5 Stunden voller Käse Sandwiches, hot dogs, Bier etc bin ich noch 2 Stunden zum nächsten See gerollt und hatte ihn komplett für mich allein.
Tag 32 12,4 Meilen / 19,9 km
Heute wollte ich früh los aber es, hat endlich mal geregnet. Desweiteren hat es sich massiv abgekühlt. Von 18 Grad nachts auf 5 Grad. Herrlich. Ich warte gemütlich bis der Regen weniger wird, packe und laufe nach Shelter Cove, einem kleinen Laden an einem See. Dieser ist bestens auf die Maßen an Hikern eingestellt. Da ich zurzeit 50+ Leute täglich treffe die nach Norden gehen ist hier überall viel los. In ein paar Tagen sind diese alle durch und der Trail gehört ganz mir. Den restlichen Tag gab es eine Familien Pizza und Bier. Leider ist es, tagsüber auch sehr kalt. Warum kann es nicht mal warm sein wenn man kalte Getränke hat…
Das Internet ist leider zu langsam weswegen der Blog wohl erst später kommt.

















































