Tag 2 – 8,2 Meilen / 13,1 km
Die Strecke von gestern hing mir ganz schön in den Beinen also gab es noch ein gutes Frühstück und einen ruhigen Tag. Gegen Nachmittag humpel ich immer noch leicht aber was solls, sind ja nur 180km zum nächsten Ort. Gegen 3 also zurück zum Trail nach einem Pflicht stop bei der Bäckerei so es gigantische Zimtrollen gibt. Nach einer guten Stunde sitzt dann endlich ein Bär direkt vor mir. Wurde auch Zeit, er hatte keine Angst und ich konnte schön nah dran vorbei gehen. Nach gut 4 Stunden hat es für heute gereicht.
Tag 3 20,5 Meilen / 33 km
Früh ist es echt schwierig aufzustehen, bevor der Kreislauf in Schwung kommt laufe ich wie ein alter Mann. Allerdings sind das keine schlimmen Schmerzen, der Körper muss sich nur dran gewöhnen das es von nun an so läuft.
Heute war viel bushwacking sprich durch Flora und Fauna angesagt. Desweiteren viele Flüsse die man über Stämme mit guter Balance überqueren leicht konnte. Die Landschaft wurde langsam besser aber man kommt nur langsam voran.
Tag 4 21,5 Meilen / 34,4 km
Als ich heute früh aufgestanden bin ist mir klar geworden das ich gerade mal 28 von 108 Meilen gelaufen bin und es schon super anstrengend ist früh überhaupt aufzustehen. Tagsüber geht es unerbittlich hoch und runter, meist über 1500m am Tag…
Das besondere an dieser Sektion ist man kann zwischendurch nicht raus, es gibt nur durchziehen oder zurück laufen was keine Option ist. Nach einem ewig langen Aufstieg durch Busch wird die Landschaft dann deutlich besser. Hier trifft man auch auf andere die Mittag machen. Es ist warm und die Sonne scheint als würde sie dafür bezahlt. Keine einzige Wolke… Nach einem schönen Stück oben auf dem Berg ging es dann Stunden steil runter, über einer Brücke und auf der anderen Seite wieder hoch. Was für ein Tag. Heute hat der Hunger langsam angefangen und ich esse nun schon fast 5000 Kalorien am Tag.
Tag 5 19,4 Meilen / 31,1 km
Das aufstehen ist wie immer lustig, der Tag geht aber deutlich geschmeidiger als gestern. Immerhin die Toilette lohnt sich. Die Schmerzen bewegen sich im Laufe des Tages von den Füßen Richtung Knie und Hüften was gut ist da es somit nichts ernstes ist. Desweiteren esse ich mittlerweile soviel das alle snacks die ich gern esse verbraucht sind und ich nur noch Essen habe das ich mir rein würge. Ich bin so hungrig, ich träume sogar schon von Trail essen das ich nicht habe. 5 Tage ohne Essen direkt am Anfang sind echt hart für den Kopf und Körper.
Die Szenerie ist nach 2 harten Pässen Wahnsinn. Es geht teilweise steil runter und jeder Schritt muss sitzen. Letztes Mal war es hier leider meist bewölkt und ich hab das meiste verpasst.
Tag 6 25,2 Meilen / 40,3 km
Ich beschließe heute durchzuziehen um für morgen nah an die Stadt zu kommen. Früh ist es angenehm bewölkt, wird dann aber wie immer warm. Landschaft und Trail sind trotz 1800 Höhen Metern einfach zu bewältigen. An Tag 6 schon 40km war überhaupt nicht mein Plan.
Tag 7 12,7 Meilen /20,3 km
Mein einziger Gedanke ist essen. Ich stehe um 5 auf und bin wenige Minuten später auf dem Weg. Ohne Pause direkt durch, als wären 20km nur eine vormittags Wanderung. Es ist sowieso bewölkt. Am Trail head treffe ich auf 3 andere, ein Sektion hiker hat mit denen gestern zusammen gezeltet und beschlossen ihnen sein Auto zu leihen das hier steht! Wir sollen es nur morgen Abend zurück stellen. Irre. Stadt, Essen, Essen kaufen und etwas ausruhen. Die nächste Sektion wird kürzer und ich habe mehr Essen wo ich Appetit drauf habe 🙂













































